Die Kurzfassung:

 

Wenn es in irgendeinem Bereich im Leben stockt, nicht rund läuft, wir immer wieder Schwierigkeiten haben, dann haben mit großer Sicherheit Blockaden und Glaubensmuster damit zu tun. Diese erworbenen Verhaltensmuster, Meinungen und Bewertungen können im Körper als eingelagerte Emotion festsitzen. Und sie wirken, ohne daß man sich dessen bewußt ist.

 

Mit dem Emotioncode können diese eingelagerten Emotionen gelöst werden. Emotionaler Ballast, den wir z. B. übernommen oder erworben haben, fällt dann weg. Wir können so handeln, wie es uns gemäß ist, wie es für uns "stimmig" ist. 

 

Diese Arbeit ist ein spannender Weg zu sich selbst, ohne daß man genaue Gefühle oder Situationen benennen muß, denn: Der Körper vergißt nichts. Mit dem Emotioncode kann man diese Blockaden aufspüren und lösen. 

 

 


Die längere Version und Erklärung:

 

Wissenschaftliche Studien belegen, daß wir bereits im Mutterleib Gefühle und Stimmungen unserer Mutter wahrnehmen und darauf reagieren. Auch wie die Mutter auf bestimmte Situationen reagiert, bleibt uns nicht verborgen. Doch nicht nur so betrachtet sind wir einzigartig. Auch kommen wir mit einem einzigartigen Körpergefühl auf die Welt, eben weil unser Körper einzigartig ist. Unser Gehirn entwickelt sich mit unserem Körper und hat so, wenn wir das Licht der Welt erblicken, eine einzigartige Struktur. So sind wir bereits mit dem ersten Atemzug zweifach geprägt: einerseits mit dem in uns angelegten Körpergefühl und andererseits mit den emotionalen Prägungen, die wir im Laufe der Schwangerschaft unserer Mutter übernommen haben.

 

Der "Rucksack", den wir mitbringen, ist also schon etwas gefüllt. Voller Neugier und Freude am eigenen Gestalten (Gerald Hüther) kommen wir auf die Welt. Leider wird diese Gestaltungslust und Freude nicht nur gefördert, sondern auch gebremst: von den Erwachsenen, die für uns wichtig sind. Das geschieht sicher mit bester Absicht: "Paß auf, du kannst herunterfallen." "Nimm nicht alles in den Mund." "Das kannst Du noch nicht, dazu bist du zu klein." "Laß das jetzt." Diese und ähnliche Sätze hat wohl jeder von uns gehört. Das alles geschieht sicher in bester Absicht, doch es kann dazu führen, daß wir uns nichts mehr zutrauen, daß wir die Welt als gefährlichen Ort empfinden, daß wir nicht eigene Wege beschreiten, weil wir uns nicht trauen. Wenn man immer wieder hört oder gezeigt bekommt, daß man so, wie man ist, nicht in Ordnung ist, man sich nicht ausprobieren kann, um selbst an eigene Grenzen zu stoßen und diese vielleicht zu überschreiten, entwickelt man Strategien, sich in dieser Welt zurechtzufinden. Wir werden bewertet und beurteilt. Und möchten gerne geliebt und anerkannt werden. Also passen wir uns an. Es bilden sich eingelagerte Emotionen, die in unserem Rucksack schwer wiegen können. Jeden Tag haben wir diesen Rucksack dabei und das, was drin ist, bestimmt unser Denken, Fühlen und Handeln. Oft sind wir uns dessen nicht bewußt.

 

Wie wir werden, hat also mit den Erfahrungen zu tun, die wir im Laufe unseres Lebens sammeln. Und damit, ob wir den Zugang zu unseren eigenen Gefühlen finden. Unsere Umwelt formt uns viel stärker als wir gemeinhin denken.

 

Gefühle und Gedanken sind nicht zu trennen. Es gibt kein Gefühl ohne Gedanken und keine Gedanken ohne Gefühl. Auch wenn bei einem Gefühl, das man hat, die Gedanken meistens nicht bewußt sind. Doch die Gefühle sind mit früheren Erfahrungen, mit Glaubenssätzen, die wir verinnerlicht haben, verbunden. Sie sind z. B. mit Kollegen anläßlich des Firmenjubiläums in einem schönen Restaurant. Das Essen kommt. Sie fangen an zu essen, möchten Ihr Weinglas ergreifen - doch Sie stoßen dagegen und es fällt mit lautem Geklirr auf den Teller. Nur für den Bruchteil einer Sekunde ziehen Sie die Mundwinkel herunter, bevor Sie sich entschuldigen, der Kellner Ihnen hilft, das Malheur zu beseitigen. Wenn Sie die Mundwinkel herunterziehen, drückt das ein bestimmtes Gefühl aus und in diesem kurzen Moment könnte bei Ihnen beispielsweise der Satz "Natürlich, das passiert immer mir, wem sonst." in Ihrem Kopf spuken, ohne daß Sie sich dessen bewußt sind. Doch der Körper reagiert darauf. Es kann sein, daß sich z. B. Ihr Magen zusammenzieht. Sie haben - im Beispiel - ein Gefühl eingelagert, das zu einem Glaubenssatz geworden ist. Meistens sind es aber mehrere Emotionen, die zu einem Glaubenssatz führen.

 

So gibt es viele Bespiele, in denen unser Körper reagiert. Beachten wir das nicht, werden die Zeichen, daß wir mal auf uns schauen und gut für uns sorgen sollten, deutlicher. Dann können Unwohlsein, Symptome und Krankheiten folgen. 

 

Die eingelagerten Gefühle können wie unsichtbare Fäden sein, an denen wir hängen und die bestimmte Verhaltensmuster und Reaktionen hervorrufen.

 

Werden diese eingelagerten Gefühle gelöst, fallen Blockaden weg. Der Rucksack wird leichter. 

 

Oder anders ausgedrückt: Das Lösen der eingelagerten Emotionen ist wie ein Geschenk auspacken. Nach jeder Schicht der Verpackung, die gelöst und nicht mehr benötigt wird, komme ich der Kostbarkeit im Inneren des Pakets näher. 

 

Dabei geht es nicht darum, ein neuer Mensch zu werden, sondern darum, das, was behindert, das, was dafür sorgt, daß es in manchen Lebensbereichen nicht rund läuft, aufzulösen, um dann schlußendlich ohne schweren Rucksack sein Leben zu gestalten.