Gefühle und Gedanken sind nicht zu trennen. Es gibt kein Gefühl ohne Gedanken und keine Gedanken ohne Gefühl. Auch wenn bei einem Gefühl, das man hat, die Gedanken meistens nicht bewußt sind. Doch die Gefühle sind mit früheren Erfahrungen, mit Glaubenssätzen, die wir verinnerlicht haben, verbunden. Sie sind z. B. mit Kollegen anläßlich des Firmenjubiläums in einem schönen Restaurant. Das Essen kommt. Sie fangen an zu essen, möchten Ihr Weinglas ergreifen - doch Sie stoßen dagegen und es fällt mit lautem Geklirr auf den Teller. Nur für den Bruchteil einer Sekunde ziehen Sie die Mundwinkel herunter, bevor Sie sich entschuldigen, der Kellner Ihnen hilft, das Malheur zu beseitigen. Wenn Sie die Mundwinkel herunterziehen, drückt das ein bestimmtes Gefühl aus und in diesem kurzen Moment könnte bei Ihnen beispielsweise der Satz "Natürlich, das passiert immer mir, wem sonst." in Ihrem Kopf spuken, ohne daß Sie sich dessen bewußt sind. Doch der Körper reagiert darauf. Es kann sein, daß sich z. B. Ihr Magen zusammenzieht.

 

Gedanken rufen bestimmte Gefühle hervor.